Lernen ohne Schule in Deutschland




deutscher Bildungsnotstand!

Aktuell: Deutsche Freilerner-Familie erhält Asyl in den USA
In Deutschland werden Familien, die ihre Kinder ohne Schule lernen lassen, von den zuständigen Behördern verfolgt. Nach einem Urteil des BGH in Karlsruhe kann Freilernen in Deutschland als Gefährdung des Kindeswohls ausgelegt werden und den Entzug des Sorgerechts nach sich ziehen. Auch Haftstrafen können angedroht werden. Deshalb brauchen Familien in Deutschland für die Durchsetzung ihrer Interessen besondere Unterstützung. Folgende Vereine und Interessengruppen können dabei helfen:


 

Netzwerk Bildungsfreiheit
 



Schulunterricht zu Hause.e





Schulbildung in Familieninitiative
. 





 

Rückblick: Aktion zum Internationalen Tag der Bildungsfreiheit



Am Samstag, den 15. September 2007, haben wir aus Anlaß des ersten Internationalen Tages der Bildungs-Freiheit in der Fußgängerzone von Karlsruhe ein Infostand gemacht. Wir waren vormittags vier und nachmittags noch drei Familien, die versucht haben, über den Infotisch und das Verteilen von Handzetteln mit den Passanten über das Thema Bildungs-Freiheit und Lernen ohne Schule ins Gespräch zu kommen. Die erfolgreichsten Handzettel-Verteiler waren unsere Kinder, vor allem die jüngeren: Kaum einer der Angesprochenen konnte sich ihrem Charme entziehen, und so nahmen die meisten dieser Personen das ihnen angebotene, kleine DIN A5-Infoblatt an. Um 11 Uhr hatten wir mit dem Verteilen begonnen, und um 14 Uhr waren bereits alle 1000 Handzettel vergeben.
Eine der Mütter hatte ein großes, buntes Bett-Tuch, Handbohrer, Webnadel, starkes Garn und Holzbrettchen mitgebracht, eine andere einen großen Karton voller Kastanien. Das Bett-Tuch wurde neben dem Infotisch auf dem Boden ausgebreitet, die Kinder setzen sich dort hin und fingen an, aus den Kastanien
lange Ketten zu basteln. Vorübergehende Kinder fragten danach, was hier gemacht würde. 
Außer einem Mädchen, das alleine kam und lange Zeit mitbastelte, waren die Kinder jedoch alle mit ihren Eltern unterwegs, die ja weiter und einkaufen wollten, so daß keine Gelegenheit war, sich zu unseren Kindern zu gesellen.
Büchertisch zum Thema Bildungsfreiheit Als schließlich die ersten meterlangen Ketten fertig waren, wurde unser
Infotisch damit geschmückt. Manch einer der Passanten fragte, ob man die Ketten
kaufen könne. Doch verkaufen wollten die Kinder sie nicht, erst ganz am Ende
unserer Aktion entschlossen sie sich, zwei der Ketten zu verschenken.

Unsere Kinder haben sich ganz selbstverständlich, ohne Murren über Langeweile oder Ähnliches, an unserer Aktion beteiligt, der Älteste mit sechzehn Jahren ebenso wie der jüngste Aktive mit vier Jahren. Das allerjüngste Kind, das mit von der Partie war, ist gerade mal eineinhalb Jahre alt, und außerdem war auch
ein geistig behindertes Mädchen dabei. Beide waren voller Ruhe und Gelassenheit und haben in keiner Weise unsere Aktion gestört.

Außer den Verteil- und Bastelarbeiten, welche viel Zeit in Anspruch genommen
hatten, entdeckten die Kinder schräg gegenüber unseres Infostandes ein
Quelle-Kaufhaus, wo es just an diesem Tag extragroße blaue Luftballlons gab, da die Quelle einen runden Geburtstag feierte. Sie holten sich eine Ladung
Luftballons ab und schmückten damit die beiden zu unserem Infotisch gehörenden Sonnenschirme. Dann gab es natürlich zur Belohnung auch leckeres Eis, und zum Abschluß des Tages gingen wir alle zusammen in den nahe gelegenen Schloßpark, wodie weitläufige Rasenfläche zum Sitzen und Spielen freigegeben ist und einlädt.

Obwohl sich die Familien, die sich an dieser Aktion beteiligt hatten, nur selten
treffen, da zwischen unseren Wohnorten jeweils 50 bis 100 km Entfernung liegen,
waren Zusammenarbeit und -spiel sehr harmonisch. Solch eine Unternehmung ist
nicht alltäglich für uns, aber sie gehört zu unserem Alltag ebenso, wie das
häusliche Lernen oder Ausflüge in Natur und Museen. Sie ist ein Teil unseres
Kampfes hier in Deutschland für die Möglichkeit, den Bildungsweg eins jeden
Kindes frei und ihm angemessen wählen zu können, ohne deswegen von den Behörden
mit Bußgeldern oder Schlimmerem verfolgt zu werden.





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